Eine Bonusgeschichte zu “Die Rivalen von Copper County”
(spielt nach dem Epilog von „Die Rivalen von Copper County“)
Kapitel 1
Mitte Dezember
„Jasper?“, rief ich die Treppe hinunter. Ich presste eine Hand fest auf meinen Bauch, als wollte ich dadurch die Schmetterlinge, die verzweifelt versuchten, herumzuflattern, mit Gewalt unterdrücken. „Kommst du?“
„Ja. Gib mir nur zwei Minuten, dann können wir bei John Ruffian relaxen“, rief er zurück. „Ich bin gerade mit dem Ziehen, Dehnen und Falten meines Sauerteigs fertig geworden, und danach muss ich noch …“ Seine Stimme verstummte, als ich das unverkennbare Quaken seines Handys hörte.
„Jasper?“, rief ich erneut.
„Hm? Oh! Ja, ich komme schon. Ich habe gerade eine SMS von Delaney erhalten. Anscheinend hat er ein weiteres Problem auf seiner Baustelle in seinem Haus. Diesmal war es ein klitzekleines Feuer.“ Er schnaubte laut auf. „Keine Sorge, allen geht es gut. Delaney behauptet, Brews Ausrüstung hatte einen technischen Defekt. Ich wette zehn Dollar, dass nicht Brews Ausrüstung die Ursache dafür war, sondern dass Delaney mal wieder ungefragt an den Geräten herumgefummelt hat. Hey, soll ich uns ein paar Snacks zusammenstellen? Ich sind noch leckere Wurstwaren im Kühlschrank von gestern übrig, als Reed und Chris bei uns zu Besuch waren …“
„Keine Snacks. Kein Brew und Delaney. Nur du. Mach endlich.“ Nervosität und Vorfreude ließen meine Stimme einen Hauch ungeduldig klingen, während ich zurück in Jaspers Schlafzimmer ging und mich schon einmal auf dem Bett niederließ.
Wenn ich meine Karten richtig ausspielte, wird Jaspers Sauerteig heute Abend nicht das Einzige gewesen sein, das gedehnt wird.
„Okay, Mr. Ungeduldig“, rief er zurück. „Leg schon mal die Episode ein, während ich das Thermostat noch einstelle. Brauchst du irgendetwas, solange ich noch hier unten bin? Wasser? Apfelwein? Etwas von diesem komischen Kürbisbier, das Ollie so gern trinkt?“
„Jasper“, rief ich zurück. „Weniger reden, mehr herkommen. Ich wette, du schaffst es nicht, wie von dir behauptet, in zwei Minuten hier oben zu sein.“
„Natürlich schaffe ich das. Aber du solltest dann besser nicht versuchen, mein Getränk zu stehlen, das ist alles, was ich dazu …“
„Jasper!“
„Ich komme ja schon! Bleib mal locker im Schritt.“
Ich biss mir auf die Lippe, um mein Grinsen zu vermeiden. Zu spät, Baby …
In den Wochen, in denen Jasper und ich jetzt fest zusammen waren, waren wir in eine vertraute Häuslichkeit verfallen, wir hatten miteinander Händchen gehalten und viel gevögelt … alles lief einfach verdammt herrlich.
Wir hatten auch unsere Hausschlüssel und Netflix-Passwörter ausgetauscht.
Ich wusste viel (manche würden behaupten, zu viel) über Jaspers Sauerteig-Kunst, und er hatte einen Großteil des Papierkrams auf dem Obsthof für mich übernommen, weil, wie er es ausdrückte, jemand die arme Tabellenkalkulation vor mir schützen musste.
Meistens aßen wir auch zusammen zu Abend, und Derry war ein so begeisterter Fan von Jaspers Kochkünsten – und von Jasper im Allgemeinen –, dass ich nur leicht verärgert reagierte, als er einen Bissen von Jaspers leicht angebratenem Brokkoli probierte und dann laut erklärte: „Ich wusste gar nicht, dass man das auch so zubereiten kann, ohne es zu Brei zu zerkochen!“, und Jasper (meistens) im Scherz bat, dass er ihn adoptierte.
Jasper und ich schauten bei mir zu Hause gemeinsam Eishockey, und ich knurrte wirklich nur gelegentlich, wenn er seinen Freund Lawson anfeuerte. Wir sahen uns John Ruffian bei ihm zu Hause an, manchmal nur wir beide und manchmal zusammen mit meinen Freunden … die schnell zu unseren gemeinsamen Freunden geworden waren. Jasper, Chris, Ollie und Brew hatten inzwischen sogar ihren eigenen Gruppenchat namens Cookie Bitches gegründet – das war Ollies Idee gewesen, da war ich mir fast sicher –, in dem sie sich darüber unterhielten, ihren ursprünglichen Weihnachtsplätzchentausch zu einem monatlichen Ereignis zu machen, da die Welt doch das ganze Jahr über Plätzchen zum Naschen brauchte.
Jasper wuchs und gedieh in dem Leben hier, das er sich ausgesucht hatte, und ich … nun ja, ich fühlte mich so tief verwurzelt wie noch nie zuvor. Wurzeln an allen Ecken und Enden. Wurzeln im Überfluss. Ich hatte nicht gewusst, dass es noch etwas Besseres als bloße Zufriedenheit gab, bis Jasper hierher zurückgekommen war und mir gezeigt hatte, wie es sich anfühlte, einfach rundum glücklich zu sein.
Unsere Beziehung war noch frisch, ja, aber gleichzeitig war sie auch alt. Jasper war schon in meinem Herzen verankert, lange bevor wir zu einem Paar geworden waren. So viele Erinnerungen mit ihm prägten meine Vergangenheit, sodass es sich ganz natürlich und selbstverständlich anfühlte, dass wir jetzt als Paar fest zusammen waren – und doch kam das alles aufregend unerwartet. Das Beste aus allen Welten vereint. Freunde und Rivalen …
Und jetzt Liebende.
Aber egal, wie häuslich Jasper und ich jetzt waren, es wurde uns nie langweilig. Wir konnten nicht im selben Raum existieren, ohne uns gegenseitig aufzuziehen. Ich brauchte ihn nur anzusehen, und schon sehnte ich mich danach, ihn zu berühren. Und zum ersten Mal seit siebenunddreißig Jahren wusste ich nicht nur, was beim Sex von einem erwartet wird … ich sehnte mich jetzt danach. Die ganze Zeit über.
Wie Ollie es ausdrücken würde, meine Batterie war jetzt immer voll aufgeladen.
Ich legte eine Hand um meinen halbharten Schwanz und machte ein paar langsame Wichsbewegungen.
Unten murmelte Jasper vor sich hin, während er die Haustür abschloss. „Wir wollen doch bei John Ruffian chillen und nicht vorher den Mann, den du liebst, so lange nerven, bis er dir mit einem Kochlöffel den Hintern versohlt.“
War das jetzt seltsam, dass er mein Blut in Wallung brachte, selbst wenn er da unten gerade wie ein alter Mann vor sich hin schimpfte? Möglicherweise. Machte mir das etwas aus?
Ich lachte laut auf, während ich mich fester rieb. Nicht einmal ein klitzekleines bisschen.
„Hey! Was ist denn so lustig?“ Ich hörte Jaspers Schritte erst auf der Treppe und dann den knarrenden Flur entlangkommen, während er auf das Schlafzimmer zuging. „Watt, du hast besser nicht ohne mich angefangen …“ Seine Stimme brach genau in dem Moment ab, als er das Schlafzimmer betrat.
Ich spreizte meine Beine noch weiter und zeigte ihm genau, was ich hier gerade tat. „Irgendwie schon.“
Jaspers Mund blieb ihm offen stehen, seine blauen Augen wurden ganz dunkel vor Verlangen. „Fuck, Baby“, flüsterte er, stellte sein Wasserglas auf der Kommode ab und griff sofort nach dem Bündchen seines Sweatshirts. „Heilige Scheiße.“
Ich lächelte angesichts seiner Reaktion und liebte die Art, wie er mich mit seinen Augen geradezu verschlang. Die Art und Weise, wie Jasper mich ansah – als wäre ich das Einzige, was für ihn zählte –, hatte etwas an sich, das meine Haut regelrecht kribbeln ließ.
Doch dann wanderte sein Blick weiter an meinem Körper hinauf und verharrte in Höhe meiner Brust. Er erstarrte richtig und runzelte die Stirn, während er mein zugegebenermaßen lächerliches T-Shirt mit Glitzer und Federn betrachtete. „Watt“, rief er und blinzelte heftig, als wollte er herausfinden, ob er vielleicht gerade halluzinierte. „Was zum Teufel hast du da an?“
„Ach, dieses alte Ding?“, erwiderte ich beiläufig, zupfte an den Federn und zwickte mir durch den Stoff in meine Brustwarze, um mich noch weiter zu erregen. „Mein Truthahn-Souvenir-Shirt vom Thanksgiving-Wohltätigkeits-Lauf. Du erinnerst dich?“
Jaspers Lippen zuckten amüsiert. „Da das erst ein paar Wochen her ist, glaube ich, dass ich mich durchaus noch daran erinnern kann. Ich habe dabei nämlich gewonnen …“
„Unser Team hat gewonnen“, korrigierte ich ihn und gestikulierte zwischen uns beiden hin und her. „Das ist ja wohl nicht ganz dasselbe.“
„Aber nah genug dran. Äh, Watt? Mein Schatz?“ Er schluckte und ließ seinen Blick wieder an meinem Körper entlanggleiten, diesmal zu der Stelle, an der meine Hand immer noch um meinen Schwanz lag. „Gibt es einen guten Grund, warum du das ausgerechnet jetzt trägst? Nicht, dass ich mich beschweren würde, aber … Thanksgiving ist immerhin schon ein paar Wochen her.“
„Nun …“ Ich zuckte beiläufig mit den Schultern. „Du hast gemeint, das sähe heiß an mir aus. Es war die Rede von … mich rupfen und dann vögeln zu wollen. Also habe ich mich gefragt …“ Seine Augen trafen meine. „Willst du mich heute rupfen, Jasper?“
Seine Nasenflügel blähten sich auf, und mit einer schnellen Bewegung riss er sich das Sweatshirt vom Leib und warf es achtlos auf den Boden. „Willst du von mir gerupft und gevögelt werden, Baby?“
Ich erschauderte und liebte diese Intensität in seiner Stimme, das rohe Verlangen in seinen Augen. „Ja. Ich habe viel darüber nachgedacht. Sehr viel sogar.“
Jasper war im Nu auf mir, drückte mich zurück in die Kissen, zog sich schnell seine Jogginghose aus und riss mir das T-Shirt vom Körper, ohne Rücksicht auf die Federn. Ich genoss das sehr.
Dann traf sein Mund auf meinen, heiß und lüstern, und ich keuchte in unseren Kuss hinein, mein Körper hob sich hoch, um sich an seinen zu drücken.
Seine Hände waren überall auf mir – auf meiner Brust, meiner Hüfte, meinen Schenkeln – und ich stöhnte erregt auf, als seine Finger über mein Loch strichen.
„Scheiße, Jasper“, stöhnte ich laut auf und spreizte meine Beine noch weiter für ihn. „Bitte.“
Er zog sich gerade so weit von mir zurück, dass er mir in die Augen sehen konnte. „Und du bist dir wirklich sicher?“ Seine Stimme klang ganz heiser, sein Blick suchte meinen.
„Ich war mir noch nie sicherer“, flüsterte ich keuchend und atemlos. Ich holte das Gleitgel unter dem Kopfkissen hervor, wo ich es bereitgelegt hatte, und reichte es ihm. „Ich dachte zuerst daran, es selbst zu tun, mich für dich bereit zu machen. Aber dann dachte ich mir …“
„Dass ich sauer wäre, wenn ich das nicht für dich tun dürfte?“, vollendete Jasper heiser. „Verdammt richtig.“
Jasper atmete zittrig aus und lehnte seine Stirn an meine, während seine Finger anfingen, mich zu dehnen. „Scheiße, Baby, du fühlst dich so gut an. Einfach so verdammt perfekt.“
Mein Herz schlug augenblicklich höher bei der Zärtlichkeit in seiner Stimme. Noch nie in meinem ganzen Leben hatte mich jemand mit dieser einzigartigen Kombination aus Liebe und Lust angeschaut. Und dabei ging es nicht nur um Sex, auch wenn der wirklich ganz unglaublich war. Es ging dabei auch um die Art und Weise, wie er sich um mich kümmerte, wie er mein wahres Ich wirklich kannte.
Seine Finger stießen tiefer in mich hinein, und ich stöhnte auf und umklammerte seinen Bizeps, während sich mein Körper weiter anpasste. „Jasper …”
„Ich bin bei dir“, flüsterte er, küsste meine Stirn, meine Wangen, meine Lippen, während mich seine Finger weiter dehnten. „Ich werde immer für dich da sein.“
Tränen traten mir in meine Augenwinkel, nicht vor Schmerz, sondern vor dem überwältigenden Gefühl, das mit dem Wissen einherging, dass dies hier ganz real war.
Ich musste ihn unbedingt haben. Ich musste ihn für immer behalten. Jasper gehörte zu mir.
„Okay“, sagte er nach ein paar Minuten, zog seine Finger aus mir heraus und griff erneut nach dem Gleitgel. „Bereit, Baby?“
Ich nickte und sah zu, wie er sich selbst vorbereitete, wobei mein Herz in meiner Brust aufgeregt pochte. Er positionierte seinen Schwanz an meinem Loch, seine Hände zitterten leicht, als er mich ansah. „Wenn es dir zu viel ist, sag es mir sofort, ich höre dann sogleich auf.“
„Das wird nicht nötig sein“, versprach ich ihm, schlang meine Beine um seine Taille und zog ihn näher zu mir. „Ich will dich. Und zwar alles von dir.“
Seine Augen verdunkelten sich vor Verlangen noch weiter, und langsam, ganz sachte, drückte er sich in mich hinein. Ich holte tief Luft, meine Finger gruben sich fest in seine Schultern, während sich mein Körper an die Dehnung anpasste. Es war zwar intensiv, aber es war mir nicht zu viel. Nicht mit Jasper.
„Alles in Ordnung?“, fragte er, und seine Stimme klang angestrengt, weil er sich stark zurückhalten musste.
„Ja“, hauchte ich. „Beweg dich endlich.”
„So ungeduldig“, murmelte er und brachte uns beide zum Lachen.
Mein Lachen ging in ein Stöhnen über, als er sich leicht aus mir herauszog und dann wieder in mich eindrang, wobei seine Hüfte in einem langsamen, gleichmäßigen Rhythmus wippte, sodass ich Sterne sah. Jeder Stoß von ihm traf genau die richtige Stelle in mir und ließ Wellen der Lust durch mich hindurchbranden.
„Fuck, Baby“, keuchte er und sein Tempo wurde jetzt schneller, während er sich in seiner eigenen Lust verlor. „Du fühlst dich so verdammt gut an.“
Ich war inzwischen in einer anderen Sphäre, um noch etwas darauf zu erwidern. Mein Körper stand geradezu in Flammen, jede Nervenzelle in mir brannte vor Vergnügen, während Jasper mich fickte, seine Hände meine Hüfte griffen, sein Mund meinen mit sanften, hungrigen Küssen bedeckte.
Ich spürte, wie sich immer mehr Spannung in meinem Bauch aufbaute, wie sich die Lust in mir immer mehr konzentrierte, bis ich kurz vor meinem Höhepunkt stand.
„Jasper“, keuchte ich und meine Stimme zitterte, als sich meine Hüfte aufbäumte, um sich härter gegen ihn zu pressen. „Ich bin schon so nah dran.“
„Ich auch“, antwortete er stöhnend, seine Stöße kamen jetzt schneller, rauer, während er kurz vor seiner eigenen Erlösung war. „Fuck, Watt, komm für mich.“
Das war alles, was ich noch brauchte. Mein Körper krampfte sich zusammen, meine Lust explodierte in mir, während ich heftig kam und Jaspers Name mir als Schrei über die Lippen kam. Er folgte mir direkt, sein Körper zitterte, als er besonders tief in mich stieß und sich mit einem gutturalen Stöhnen in mir ergoss.
Einen langen Moment blieben wir einfach so liegen, unsere Körper miteinander verbunden, unser Atem vermischt, während wir langsam wieder von unserem Hochgefühl herunterkamen. Jasper lag als festes, warmes Gewicht auf mir, sein Herz pochte heftig gegen meine Brust, während ich meine Arme um ihn schlang, um ihn einfach nur festzuhalten.
„Ich liebe dich“, flüsterte er gegen meine Haut, seine Lippen verteilten sanfte Küsse auf meinem Hals, meinem Kiefer, meiner Wange. „Ich liebe dich so verdammt sehr. Ich werde dich nie wieder verlassen.“
„Gut“, murmelte ich, meine Stimme war aufgeladen mit Emotionen. „Weil ich dich auch liebe. Für immer, Jasper. Und ich werde dich auch niemals wieder gehen lassen.“
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